Ich bin

Maria Gartzke

Tja, was kann ich dir über mich erzählen? Ich wuchs auf, ich ging zur Schule, ich erlernte einen Beruf, ich fing an zu arbeiten und ein wertvolles Mitglied dieser Gemeinschaft zu werden. Was nichts anderes bedeutet, als Steuern zu zahlen und unauffällig zu bleiben.

Aber das implizit gegebene Versprechen unserer Gesellschaft wurde nicht eingelöst. Ich wurde jeden Tag grauer, unglücklicher und wütend. Ich machte mich auf die spirituelle Suche und ließ nur wenig aus. Ich bin ausgebildet in Geistheilung, Reiki, befasste mich ausgiebig mit Tarot, Astrologie, schamanischen Praktiken usw.

Eines Tages fiel mir die Diplomarbeit von Jozef Kubica in die Hände: Faces of the Everest. Er fotografierte die Bergsteiger in dem Moment, in dem sie das Basislager erreichten – erschöpft, dehydriert, gezeichnet. Manche sahen glücklich aus, so berühert, manche demütig, andere sahen fast wahnsinnig aus. Deren Augen wirkten auf mich so unfassbar lebendig, so wach. Und diese Lebendigkeit vermisste ich schmerzlich in meinem eigenen Leben.

Ich kündigte meine Wohnung, meine Versicherungen, mein Konto und meldete mich aus Deutschland ab. Alle Sicherheit ließ ich los und wanderte ohne Handy und Karte los. Die Reise dauerte fast zwei Jahre, ich bin über 5.000 km durch Europa gelaufen. Auf dieser Reise traf ich unzählige Menschen. Ich hörte Geschichten von gebrochenen Herzen und tiefer Liebe. Menschen, die von Sehnsucht nach einem Neuanfang erzählten, oder die einen Schlussstrich ziehen wollten. Von Tragödien und Wundern.

Diese Begegnungen haben mich tief geprägt. Ich sah die Unnachgiebigkeit der Natur und die Gefahr, die Schönheit, den Schmerz, den Mut, aber ich sah vor allem Menschen, die keine Masken mehr trugen.

Was bedeutet das für meine Arbeit mit dir?

Nach meiner Rückkehr habe ich Psychologie studiert und mich in Gestalttherapie und systemischem Aufstellen ausbilden lassen. Ich vertiefte mich in das Crowley Tarot und das Human Design – für mich sind das heute präzise Werkzeuge für ein wirkliches Selbstverständnis.

Nakama bedeutet Begleiter und Weggefährte. Heute begleite ich Menschen, die ihr Leben freier und selbstbestimmter gestalten wollen. Ich arbeite aus einer tiefen Wertschätzung für das Mensch-Sein – in all seiner Vielfalt.

Schreib mir gern

„Reisender, es gibt keine Straße - sie entsteht beim Gehen.“

Henry Kissinger